So macht Löw aus der Not eine Tugend

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Viele Absagen rund um die Länderspielpause. Verletzungspech, ein Freundschaftsspiel und ein unattraktiver Gegner sorgen dafür, dass Joachim Löw personell kreativ werden muss.


Nachdem die DFB-Elf bereits am Mittwoch den ersten Teil dieser Länderspielpause hinter sich gebracht hat, steht morgen das Quali-Spiel in Estland auf dem Programm. Die Esten wurden bereits schon im Hinspiel im Vorbeigehen geschlagen. Auch morgen sollte es einen lockeren Sieg geben. Aber wie so oft im Fußball, kommt es auch diesmal nicht nur auf das “Was” sondern vor allem auch auf das “Wie” an.

Gegen Argentinien konnten vor allem die mittlerweile schon etablierten der neuen Generation Kimmich und Gnabry überzeugen. Kimmich als Kapitän wurde seiner neuen Rolle vor allem in der 1. Hälfte mehr als gerecht. Er setzte bereits sehr früh, als es noch nicht rund lief, ein Zeichen, welches zwar mit einer Gelben Karte bestraft wurde, aber auch gleichzeitig die Mannschaft wachrüttelte. Von diesem Moment an übernahm die junge DFB-Elf das Zepter und belohnte sich in der Folge mit zwei Toren, denen blitzsaubere Angriffe vorausgegangen waren. Auch und vor allem dank Kai Havertz und Julian Brandt erspielte sich die DFB-Elf in der 1. Halbzeit noch weitere Chancen. Die Defensive, angefangen bei den Mittelfeldspielern Emre Can und Joshua Kimmich, bis hin zu den Verteidigern rund um Niklas Süle und den Debütanten Robin Koch, ließ bis auf einen Pfostenschuss nichts Nennenswertes zu.

Leider verlor die Mannschaft in den zweiten 45 Minuten etwas den Faden, was aber auch durch die Auswechslungen (u.a. Gnabry) bedingt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war das notgedrungene Experiment geglückt. In den letzten 30 Minuten merkte man der deutschen Elf dann aber doch die fehlende Erfahrung an und somit musste die Mannschaft doch noch den Ausgleich hinnehmen.

Dennoch fand ich das Experiment mehr als gelungen, da dies ein wichtiger Schritt für viele der jungen Spieler war und Jogi Löw neue Erkenntnisse für die weiteren Nominierungen gewinnen konnte.

Morgen folgt dann der nächste Teil des Experiments gegen Estland. Dank der aktuellen, teils notdürftigen, Entwicklung mit vielen guten hungrigen Spielern aus der zweiten und dritten Reihe, ist nicht zu befürchten, dass solche Spiele mehr Krampf als Genuss sind.
So kann der Bundestrainer am Ende dieser Länderspielpause hoffentlich doch wieder ein positives Fazit ziehen, auch wenn er sich am Anfang noch über die vielen Ausfälle beklagt hat.


Bis zur nächsten Grätsche
Euer Grischa




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