Eberl macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt

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Die Entlassung von Dieter Hecking kam für viele überraschend, macht aber bei genauerer Betrachtung Sinn.

Max Eberl musste in den vergangen Tagen vielen Leuten Rede und Antwort stehen. Schließlich kam seine Bekanntgabe, die Zusammenarbeit mit Dieter Hecking nach der laufenden Saison zu beenden, für alle etwas überraschend.
Doch der ehemalige Abwehrspieler befand sich dabei keinesfalls in der Defensive, denn die Gründe für die Trennung liegen in einem groß angelegten Plan, den er bereits seit zwei Jahren vorantreibt.

Er stellt seine Borussia auf fast allen sportlichen Positionen komplett neu auf und macht dabei auch vor seiner eigenen Position nicht halt. Auch wenn er davon vordergründig profitieren wird, indem er eine Ebene aufsteigt, ist dieser Schritt gewiss kein leichter. Die Suche nach seinem Nachfolger (gehandelt wird u.a. Jonas Boldt) zeigt, dass er bereit ist gewisse Verantwortungen abzugeben. Sich selbst mit in den Prozess der Veränderung einzubeziehen, bedarf durchaus einiges an Mut.

Der Gedanke hinter dieser Umgestaltung erscheint sehr vielversprechend: Die Fachlichkeit soll weiter erhöht werden, indem noch spezifischere Posten geschaffen und diese mit absoluten (externen) Fachleuten neu besetzt werden. So kann sich jeder auf seinen genau definierten Bereich konzentrieren und seine Stärken gezielt einsetzen.
Dazu kommt, dass diese “externen” Fachleute, nicht alle wirklich “extern” sind. Denn die meisten von ihnen, wie Alexander Zickler (neuer Co-Trainer), Otto Addo (Nachwuchstrainer seit 2017) und auch Marco Rose (neuer Cheftrainer) kennen die Bundesliga aus ihrer aktiven Zeit und sind auch immer nah am Geschehen dran geblieben, sodass sie wenig Eingewöhnungszeit benötigen.

Max Eberl will also mit kontinuierlicher Verbesserung und Erweiterung die Borussia wieder zu einer Top-Adresse im deutschen Fußball machen. Im Gegensatz zu dem Trend der heutigen Zeit, kann und will er das nicht nur durch viel viel Geld schaffen, sondern muss dafür auch andere, vor allem kreativere, Wege beschreiten.

Auch wenn die aktuelle Form der Borussia nicht dazu passt, so hat die Mannschaft durchaus schon angedeutet, dass dieser Weg erfolgversprechend sein kann.

Mit Marco Rose und seinem Trainerteam hat Max Eberl nun die nächste Phase eingeleitet. Es wird spannend sein zu beobachten, wie das neu aufgestellte Trainerteam in der neuen Saison agieren wird und ob die Borussia dann endgültig das Zeug hat, um den Platz hinter Bayern und Dortmund mitzuspielen.

Bis zur nächsten Grätsche
Euer Grischa



Autor und Fußball-Experte Grischa Hindel ist bei TorAlarm für redaktionelle Inhalte zuständig. In seiner Kolumne Grischas Grätsche schreibt er jede Woche ganz persönlich über das aktuelle Fußballgeschehen und alles, was ihn bewegt - begeistert, amüsiert, nervt. Seit seiner Kindheit dem runden Leder verschrieben, war er auf dem Fußballplatz selbst aktiv und später regelmäßig als Fan im Stadion. Heute ist er voller Fußball-Know-how, das wir Euch nicht vorenthalten wollen.

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